Revolutionäre Softwareentwicklung für den Schiffbau
Papenburg/Hannover, 3. März 2010 – Trotz der Krise im globalen Schiffbau und weltweiter Überkapazitäten glaubt die MEYER WERFT an die Zukunft und investiert weiter. Nach neuen Produktionsanlagen und Lasertechnik investieren die Papenburger Schiffbauer nun in Software und Organisation. Der Auftrag der MEYER WERFT an die französische Softwarefirma Dassault Systèmes und IBM hat einen Wert im zweistelligen Millionenbereich.
Schiffbau ist die Königsdisziplin. Im Vergleich zu anderen Industrien ist der Bau von Passagierschiffen eine besonders komplexe Aufgabe. Mehr als 10 Mio. Einzelteile und Bauteilgruppen, z.B. eine Hauptmaschine, zu einem Kreuzfahrtschiff zu verarbeiten, ist anspruchsvoll. Darüber hinaus die gesamte Lebensdauer vom Bau über den Betrieb bis zur Außerdienststellung des Schiffes Jahrzehnte später zu beobachten, führt zu einer Vervielfachung der vorhandenen Daten.
Das Produktlebenszyklusmanagement (PLM) verfolgt genau dieses Ziel: Es bezeichnet ein strategisches Konzept zum Management eines Produktes über seinen gesamten Lebenszyklus.
Die extrem große Menge an Daten und die Komplexität und Vielfalt im Schiffbau spiegelt sich in den Anforderungen an die Software wider.
Hierzu wird die MEYER WERFT mit den Partnern Dassault Systèmes und IBM zunächst eine völlig neuartige Software entwickeln und diese dann in die existierende IT-Landschaft der Werft integrieren. Die Entwicklung der V6-PLM-Lösung für den Schiffbau beginnt mit der heutigen Vertragsunterzeichnung auf der CEBIT 2010.
Die MEYER WERFT, deren Kunden aus aller Welt kommen, gehört zu den erfolgreichsten europäischen Werften. Das Familienunternehmen gehört zu den internationalen Marktführern beim Bau von Kreuzfahrtschiffen, Fähren, Flusskreuzfahrtschiffen und Gastankern. Die Werft wird mit dieser PLM-Lösung der nächsten Generation, die Konstruktion und den Bau ihrer Schiffe noch effizienter machen können und ihre Innovationsfähigkeit weiter steigern.
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