Zu wenig: SV Meppen spielt 1:1 gegen Langenhagen

Die Erwartungen waren groß. Nach einer langen Winterpause konnte der SV Meppen gestern endlich in die Rückrunde starten. Zu Gast in der Vivaris Arena in Meppen war der direkte Konkurent für die Qualifikation zur eingleisigen Oberliga SC Langenhagen. Umso größer war die Enttäuschung nach dem Spiel: Der eine Punkt hilft hier eher den Fußballern aus Langenhagen, denn sie stehen bei einem Spiel weniger vor dem SV Meppen. Zu Beginn des Spiels, welches eine furiose Aufholjags einleuten sollte, sah auch alles nach einem Sieg aus.

Denn besser, als es der SV gestern tat, kann man nicht in eine Partie starten: Nach nicht ganz einer Minute gingen die Meppener durch Eray Bayraktar in Führung.  Durch einen schönen Doppelpass mit Rene Lewejohann konnte Bayraktar den Keeper aus kurzer Distanz überwinden. Auch in den kommenden 20 Minuten schien es, als wären die Emsländer dem Gegner klar überlegen. “Da habe ich schon gedacht, dass es uns hier richtig erwischt”, sagte Gästetrainer Hilger Wirtz zu Elmendorff nach dem Spiel.

Danach wurde das Spiel auf schwerem Boden und bei mäßigem Wetter schlechter. Die Meppener konnten keine gefährlichen Torchancen mehr erspielen und auch die ständigen langen Bälle in den Strafraum brachten keine zwingenden Möglichkeiten. “Wir haben es leider versäumt, ein weiteres Tor nachzulegen. Später kam Angst vor einem Gegentreffer hinzu”, beurteilte SVM-Trainer Hubert Hüring das Spiel zweifelsohne richtig. Nach 25 Minuten kam dann auch das Team aus Langenhagen besser ins Spiel. Sie steigerten den Druck und zeigten sich nun laufstark und ballsicher. Bis zur Halbzeit konnten die Langenhagener sich jedoch nicht entscheidend vor dem SVM Tor in Szene setzen. So ging es mit einer knappen 1:0 Führung in die Pause.

Nach der Halbzeit ging es in gewohntem Bild weiter. Meppen verlor immer mehr die Linie und versuchte mit langen Bällen in den Strafraum für Torgefahr zu sorgen. Die Langenhagener jedoch spielten sicher und schnell immer mehr Möglichkeiten herraus. So war der Ausgleich eine Frage der Zeit. Zunächst hatte man noch Glück: Beim Treffer von Abit Jusufi erkannte der sonst mehrfach kritisierte Schiedsrichter richtigerweise auf  Handspiel. Das Tor von Malek Barudi jedoch war einwandfrei. Er nutzte in der 70. Minute die fehlende Übersicht in der Mepper Mannschaft und platzierte seinen Schuss unhaltbar für Marcus Antzak.

In der Schlussphase drehten die Meppener nochmals auf. Die letzten zehn Minuten zeigte das Team dann annähernd die kämpferische Leistung, die man seit der 15. Minute vermisst hatte. Nach starkem Zuspiel von Johan Wigger in den Strafraum verzog René Lewejohann. Hubert Hüring rechnete im Anschluss vor: “Wir müssen im Schnitt 2 Punkte pro Spiel holen.” Die gestrige Leistung reicht dafür aber nicht aus. Für die kommende Aufholjagd wurde klar deutlich, das sich das Team noch steigern muss. Und: Man hat gestern nur einen Punkt auf sein Konto geschrieben – für den Schnitt von 2 Zählern ist nun ein dreier erforderlich.