Der erste wichtige Schritt nach vorn ist dem SV Meppen heute gelungen. Nach nunmehr fünf Monaten ohne Sieg erreichte der SV einen hart umkämpften 1:0 (0:0) Heimsieg gegen einen direkten Konkurrenten zur Qualifikation zur eingleisigen Oberliga. Eray Bayraktar erzielte nach einem von Hüseyin Dogan getretenem Eckball das Tor des Tages und bewies erneut, dass er aktuell in absoluter Topform ist. Somit ist der Mittelfeldpieler, der an allen Toren des SVM dieses Jahr betiligt ist, aktuell einer der wichtigsten Spieler.
Die Freude über den Sieg wurde jedoch von einer schweren Verletzung von Timo Klemm getrübt. Der Neuzugang kam bei einem Klärungsversuch in der 69. Minute einen Schritt zu spät und und prallte mit Bavenstedts Marcel Goslar, der sich auch verletzte und nicht weiterspielen konnte, zusammen. Nach mehr minütiger Behandlung auf dem Platz musste er mit dem Verdacht auf Beinbruch ins Krankenhaus eingeliefert werden – hier bestätigte sich die Verletzung. Da Timo Klemm letzter Mann war, blieb dem Schiedsrichter auch nur die rote Karte zu zeigen, von der Klemm aber wohl nichts mitbekommen haben dürfte.
Zu Beginn des Spiels zeigte der SV Meppen sofort, worum es geht. Er dominierte das Spiel und ließ in der ersten Halbzeit nicht einen ordentlichen Angriff der Gäste aus Bavenstedt zu. Das Problem aus den letzten Spielen jedoch bleibt bestehen: Unkontrollierte Pässe quer über den Platz, unnötige Ballverluste durch Fehlpässe und viel zu unruhiger Spielaufbau. Nichts desto Trotz sahen die Zuschauer in den ersten Minuten klare Torchancen von Marcel Hoppe, Hüseyin Dogan und Timo Klemm, die vom überragend aufgelegtem Gäste Keeper Oliver Zwillus allesamt grandios pariert werden konnten. So konnten sich die Gäste auch in der zweiten Halbzeit bei ihrem Besten Spieler bedanken, dass es nicht direkt nach der Pause zum Meppener Torerfolg kam.
Erst in der 80. Minute verzeichnete Bavenstedt ihre einzige wirkliche Großchance, als Marco Manneking frei vor Markus Antczak auftauchte. Doch hier zeigte Antczak, dass auch er aktuell gut drauf ist und entschärfte die Situation gewohnt souverän. Im Verlauf der zweiten Hälfte wurde das Spiel immer hektischer. Vor allem Kampf und Leidenschaft bestimmten das Spiel. Auch die Fans auf den Rängen erkannten dies und unterstützen ihre Mannschaft lautstark. Die Emotionen und die Stimmung führten auch zur gelb-roten Karte wegen Meckern gegen Thomas Heinicke und zum Verweis auf die Tribüne für Bavenstedts Trainer Gerd Celnik.
“Dieses Spiel hat mich einige Jahre gekostet. Schließlich war der Druck enorm hoch”, stöhnte SVM-Cheftrainer Hubert Hüring dann auch bei der anschließenden Pressekonferenz. Aber, so Hüring weiter: “Gemeinsam mit unseren tollen Fans haben wir es geschafft. Und wenn wir heute Abend auf die Tabelle schauen, werden wir sicher zufrieden sein. Vielleicht gibt uns dieser Sieg jetzt die nötige Zuversicht und Kraft für das Spiel am Montag.” Dann sind die Hüring-Mannen ab 15 Uhr in der osnatel Arena beim VfL Osnabrück II gefordert.













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