Polizeikommissar Fabian Dörnhoff hat Leben gespendet

(Spelle/ Münster/ Lingen) Durch eine Stammzellenspende hat der 30-jährige Polizeikommissar Fabian Dörnhoff von der Polizeiinspektion Emsland/ Grafschaft Bentheim einem Menschen das Leben gerettet, der an Leukämie erkrankt war.

 - Das beigefügte Foto zeigt v.l.n.r.: PHK Ansgar Wolbers (Polizei Spelle), PK Fabian Dörnhoff (Polizei Spelle) und den Leiter der Polizeiinspektion, Karl-Heinz Brüggemann –   Foto: Polizeipressestelle Lingen

- Das beigefügte Foto zeigt v.l.n.r.: PHK Ansgar Wolbers (Polizei Spelle), PK Fabian Dörnhoff (Polizei Spelle) und den Leiter der Polizeiinspektion, Karl-Heinz Brüggemann – Foto: Polizeipressestelle Lingen

Am Montagvormittag überreichte der Leiter der Polizeiinspektion, Leitender Polizeidirektor Karl-Heinz Brüggemann, seinem Mitarbeiter Dörnhoff eine Dankesurkunde der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS). Fabian Dörnhoff, der bei der Polizeistation Spelle seinen Dienst versieht, hatte sich schon vor mehreren Jahren als Spender bei der DKMS typisieren lassen. Nach der Typisierung, für die nur eine kleine Menge Blut benötigt wird, hatte Dörnhoff erst einmal nichts mehr von der DKMS gehört. Im Frühjahr erhielt er dann ein Schreiben, dass er eventuell für einen Patienten als Spender in Frage käme. „Für mich war sofort klar, dass ich diesem Menschen helfen wollte“, erklärte Dörnhoff am Montag bei dem Gespräch mit seinem Inspektionsleiter Karl-Heinz Brüggemann und dem Leiter der Polizeistation Spelle, Polizeihauptkommissar Ansgar Wolbers in Lingen. Für den 30-jährigen Fabian Dörnhoff folgten danach mehrere Blutuntersuchungen bis schließlich klar war, dass er für den schwerkranken Patienten der „sehnsüchtig erwartete, genetische Zwilling“ war. Die Abnahme der lebensrettenden Stammzellen bei Fabian Dörnhoff erfolgte im April in der Uniklinik in Münster (Westfalen). „Man muss sich das vorstellen, wie bei einer Blutwäsche bei einem Nierenkranken. Das Blut wird durch eine Maschine geschickt, in der die Stammzellen ausgewaschen werden. Dieses hat etwa fünf Stunden gedauert und war weder vorher noch nachher mit irgendwelchen Schmerzen verbunden“, so Dörnhoff am Montag in dem Gespräch. Anfang Juni 2010 hat Polizeikommissar Fabian Dörnhoff von der DKMS erfahren, dass er „seinem Patienten“, einem 42-jährigen Amerikaner (nur soviel weiß Dörnhoff), durch seine Stammzellenspende das Leben gerettet hat.
„Seit Gründung der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei haben sich bereits über 2.187.000 Menschen in die Datei aufnehmen lassen, um zu helfen. Unser Dank gilt all diesen Frauen und Männern, insbesondere aber den über 21.000, die – wie Fabian Dörnhoff – bereits Leben spenden konnten“, so die DKMS in ihrem Dankschreiben an die Polizeiinspektion Emsland/ Grafschaft Bentheim. Alle 45 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch an Leukämie. Für viele dieser Patienten ist die Übertragung gesunder Stammzellen eines Fremdspenders die einzige Überlebenschance. Die Wahrscheinlichkeit einen passenden Spender zu finden kann bis eins zu mehrerer Millionen betragen. Die DKMS wirbt für weitere Typisierungen: „Jeder einzelne kann damit Leben retten“.
Weitere Informationen zur Arbeit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei erhalten Sie im Internet unter www.dkms.de oder beim Büro der DKMS in Köln unter Telefon (0221) 940582-0.